Feuerwehrbeamte

Dienstunfähigkeitsversicherungen mit echter und vollständiger Beamtenklausel für Feuerwehrbeamte 

Agenturservice Jupe - Geschäftsbereich Private Altersvorsorge

Dienstunfähigkeit ist ein nach dem Bundesbeamtenrecht (BBG) geltender Begriff. Als Dienstunfähigkeit (DU) wird die dauerhafte Unfähigkeit zur Erfüllung dienstlicher Pflichten angesehen. Ist ein Beamter infolge eines körperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche der körperlichen und geistigen Kräfte zur Erfüllung der Dienstpflichten dauerhaft unfähig und liegt nach amtsärztlichem bzw. ärztlichem Gutachten eine Dienstunfähigkeit vor, ist der Beamte in den Ruhestand zu versetzen. Beamte und Richter haben somit eine eigene Definition der Berufsunfähigkeit (BU), definiert als Dienstunfähigkeit (DU), da in der Regel das Bedingungswerk einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine Indikation des begutachtenden Arztes von mindestens 50 % darlegt, die Entlassung eines Beamten wegen Dienstunfähigkeit jedoch nach den Kriterien des Dienstherrn erfolgt. Hier gilt die bei einer reinen Berufsunfähigkeitsversicherung vorhandene 50 % Grenze nicht! Vielmehr können vom Dienstherrn oft auch andere, subjektive Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Die Feststellung einer Dienstunfähigkeit ist somit Ermessenssache des Amtsarztes. Es kann bei der Bewertung durchaus sein, dass allein die gesundheitlichen Beeinträchtigungen keine Dienstunfähigkeit begründen.

 

Grundlage einer Dienstunfähigkeitsversicherung, soweit Sie eine echte Beamtenklausel beinhaltet, ist nur die Entlassungsurkunde in den Ruhestand.

Während bei klassischen Berufsunfähigkeitsversicherungen der Invaliditätsgrad durch einen Arzt festgestellt wird, erfolgt die Entlassung eines Beamten wegen Dienstunfähigkeit nach den Kriterien des Beamtenrechts. Die Begriffe der Berufsunfähigkeit und der Dienstunfähigkeit können im Zusammenhang mit der Frage ob bei einem Beamten Berufunfähigkeit im Sinne der Tarifbestimmungen der privaten Versicherungswirtschaft vorliegt nicht deckungsgleich verwendet werden, da es sich bei beiden Begriffen um selbständige Rechtsbegriffe handelt. Berufsunfähigkeit bedeutet für berufsunfähige Beamte im Sprachgebrauch des Beamtenrechts dienstunfähig. Insofern knüpfen einige wenige Versicherungsgesellschaften bei der Berufsunfähigkeitsversicherung von Beamten an den Begriff Dienstunfähigkeit mit speziellen Klauseln an. Diese Klausel in dem “Besonderen Bedingungswerk einer Berufsunfähigkeitsversicherung” nennt sich Beamtenklausel und wird umgangssprachlich auch Dienstunfähigkeitsklausel (DU-Klausel) genannt.

 

 

Feuerwehrbeamte

Manche Versicherer unterscheiden zwischen der „allgemeinen Dienstunfähigkeit“ und der „besonderen Dienstunfähigkeit“ (begrenzte Dienstunfähigkeit). Dies trifft insbesondere auf den Einsatz von Beamten in Bereichen mit besonderen Aufgabenstellungen und einem höheren Maß an Risiko zu (Polizeivollzugsbeamte, Justizvollzugsbeamte, Berufssoldaten, Bundesgrenzschutz, Feuerwehr). Die „begrenzte Dienstunfähigkeit“ ist seit 1999 eingeführt. Eine begrenzte Dienstunfähigkeit liegt vor, wenn ein Beamter unter Beibehaltung des bisherigen Amtes die Dienstpflichten noch mindestens mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit erfüllen kann. Anders als die allgemeine Dienstunfähigkeit nach § 42 Abs. 1 S. 1 BBG orientiert sich z.B. die Polizeidienst(un)fähigkeit somit nicht an den Anforderungen des abstrakt-funktionellen Amtes, das der Beamte innegehabt hat. Bezugspunkt sind hier vielmehr die besonderen gesundheitlichen Anforderungen für sämtliche Ämter der Laufbahn „Polizeivollzugsdienst“. Polizeivollzugsbeamte sind somit zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jeder seinem statusrechtlichem Amt entsprechenden Stellung einsetzbar.

Das Beamtenrecht setzt an die Stelle des Begriffs einer Berufsunfähigkeit den Begriff der Dienstunfähigkeit (§ 42 (1) BBG): „Der Beamte auf Lebenszeit ist in den Ruhestand zu versetzen, wenn er infolge eines körperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche seiner körperlichen oder geistigen Kräfte zur Erfüllung seiner Dienstpflichten dauernd unfähig (dienstunfähig) ist. Als dienstunfähig kann der Beamte auch dann angesehen werden, wenn er infolge Erkrankung innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat und keine Aussicht besteht, dass er innerhalb weiterer sechs Monate wieder voll dienstfähig wird.“

Die Dienstunfähigkeit wird durch den Dienstherrn bestimmt. Es steht in seinem Ermessen, einen Beamten in den Ruhestand zu versetzen, wenn dessen körperliche oder geistige Kräfte nachlassen – auch dann, wenn die Minderung der Arbeitskraft weniger als 50 % beträgt. Die Versetzung in den Ruhestand wird Beamten auf Lebenszeit zuteil, da die Beamten auf Widerruf und die Beamten auf Probe im Fall einer Dienstunfähigkeit entlassen werden und in der BfA eine Nachversicherung erfolgt. Sie haben gegebenenfalls auch keinen Anspruch auf finanziellen Ersatz für den Verlust der Arbeitskraft. Dies gilt auch für Referendare.

Auf die Minderung der Fähigkeit einen Beruf ausüben zu können kommt es bei der Klärung der Dienstfähigkeit über den Dienstherrn demnach nicht an. Somit ist ein Beamter, der wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt wird, nicht zwangsläufig auch berufsunfähig. Es ist innerhalb des Bedingungswerkes einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte die Vereinbarung einer sogenannten Beamtenklausel notwendig. Diese stellt die Dienstunfähigkeit mit der Berufsunfähigkeit per Definition gleich. Durch diese Gleichstellung verliert der Versicherer sein Prüfungsrecht hinsichtlich der Frage, ob eine Berufsunfähigkeit nach den allgemeinen Kriterien vorliegt.

 

Insofern sind Testergebnisse für Berufsunfähigkeitsversicherungen für Beamte ohne Aussagekraft und können nur die Berufsunfähigkeitsbedingungen innerhalb des Bedingungswerkes betreffen, da Beamte Dienstunfähigkeitsversicherungen (Dienstunfähigkeitsklausel – Beamtenklausel) benötigen, welche in den Tests nicht verglichen werden.

Qualitative Bewertung von Beamtenklauseln

Die Beamtenklausel
Beamte benötigen eine eigene Definition der Berufsunfähigkeit / Dienstunfähigkeit, da in der Regel das Bedingungswerk einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine Indikation des begutachtenden Privatarztes von mindestens 50 % darlegt. Die Entlassung eines Beamten wegen Berufsunfähigkeit erfolgt nach den Kriterien des Dienstherrn. Hier gilt die 50 % Grenze nicht!

Wird ein Beamter somit wegen Dienstunfähigkeit vom Dienstherrn entlassen steht er vor dem Problem, dass er zusätzlich noch den Nachweis einer Berufsunfähigkeit von mehr als 50 % erbringen muß. Gelingt ihm dies nicht greift der vertragliche Schutz aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte – ohne Beamtenklausel – nicht. Die verschiedenen Anbieter privater Berufsunfähigkeitsversicherungen verwenden keineswegs einheitliche Beamtenklauseln. Unterschiedliche Formulierungen der Beamtenklausel führen nicht nur zur unterschiedlichen rechtlichen Konsequenzen, sondern beinhalten teilweise gravierende Nachteile für den Versicherten.

Bei einigen wenigen Versicherern gibt es die sogenannte echte, dauerhafte und vollständige Beamtenklausel welche die vorteilhafte Definition

„Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung oder Entlassung in den Ruhestand als Berufsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen“

beinhaltet. Da sich der Versicherer kein med. Nachprüfungsrecht vorbehält ist sie echt und da auch Richter auf Probe eingeschlossen sind auch vollständig. Als dauerhaft ist eine entsprechende Beamtenklausel nur dann anzusehen, wenn keine zeitlichen Einschränkungen innerhalb des Vertragszeitraumes in bezug auf die Leistungsdauer bei eingetretener Dienstunfähigkeit vorgesehen sind (z.B. Prüfung der Gesundheitsfragen nach 2 Jahren)! Der Versicherer schließt sich bei einer echten, dauerhaften und vollständigen Beamtenklausel somit vorbehaltlos der Entscheidung des Dienstherrn an. Ein zweiter medizinischer Nachweis der Berufsunfähigkeit ist nicht erforderlich.

Davon abweichende anderslautende Beamtenklauseln können in Bedingungswerken von Berufsunfähigkeitsversicherungen für Beamte vorhanden sein. Die bekannteste unechte Beamtenklausel mit dem Vermerk

„Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung aus medizinischen Gründen in den Ruhestand als Berufsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen“

lässt dem Versicherer einen Vorbehalt bei der medizinischen Nachprüfung. Er schließt sich somit nicht ohne weiteres der Entscheidung des Dienstherrn an. Ein Beamter, der eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer unechten Beamtenklausel abgeschlossen hat, sollte im Verfahren wegen der Feststellung seiner Dienstunfähigkeit darauf achten, dass in der Entlassungsverfügung deutlich Stellung zur medizinischen Indikation genommen wird und auch Feststellungen dazu getroffen werden, ob der Beamte anderweitig eingesetzt werden kann oder nicht. Es können nun auch andere Verweisungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung juristisch maßgeblich sein.

In der Regel wird unter drei verschiedenen Formen der Beamtenklausel (Dienstunfähigkeitsklausel) unterschieden.

Typ 1 mit der vorteilhaftesten Formulierung
„Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung oder Entlassung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen“
Diese Dienstunfähigkeitsklausel bietet Beamten vollen Schutz.

Typ 2 gültig nur für Lebenszeitbeamte
„Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als vollständige Berufsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen“
Hier fehlt „die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit“, so dass nur Beamte auf Lebenszeit einen wirklich messbaren Nutzen haben.

Typ 3 als die unechte Dienstunfähigkeitsklausel
„(1) Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens 6 Monate außerstande ist, ihren Beruf auszuüben und auch keine andere Tätigkeit ausübt, die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.
(2) Für Beamte gilt: Wird ein Beamter wegen Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt beurteilt sich die Berufsunfähigkeit des versicherten Beamten nach Satz 1.“
Hier gelten für Beamte die gleichen Bewertungsgrundsätze wie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Arbeitnehmer. Bei Beamten, die dienstunfähig aber nicht berufsunfähig sind – weil sie theoretisch eine andere Tätigkeit ausüben könnten – besteht demnach keine ausreichende Absicherung.

Vor diesem Hintergrund sollten Beamte ihre Versicherung nur bei einem Anbieter mit echter, dauerhafter und vollständiger Dienstunfähigkeitsklausel abschließen und somit nach Möglichkeit immer Wert auf eine vorteilhafte Formulierung legen. Da viele Versicherungsgesellschaften ihre Dienstunfähigkeitsklauseln um zahlreiche weitere Einschränkungen erweitert haben muss ebenfalls auf weitere Verweisungsmöglichkeiten geachtet werden. Dies könnte z.B. eine zeitliche Eingrenzung der Nutzungsmöglichkeit einer Beamtenklausel, nach Eintritt der Berufsunfähigkeit, sein. Deshalb sollte eine echte und dauerhafte Beamtenklausel genutzt werden!

Diese vorteilhafteste Regelung ohne Verweisungen innerhalb einer Berufsunfähigkeitsversicherung können wir Beamten zielgruppenorientiert, in Verbindung mit einer echten und vollständigen Beamtenklausel, anbieten.

 

 

Juristische Bewertung!

Die Bewertung von Angeboten sollte auf unterschiedlichen Ebenen durchgeführt werden. Neben den sicher zu beachtenden Aspekten einer reduzierten Versorgungsleistung über den Dienstherrn bei eingetretener Dienstunfähigkeit sollten die Aspekte eines reduzierten Ruhegehaltsanspruchs bei dauernder Dienstunfähigkeit nicht außer Acht gelassen werden. Insofern müssen die gewünschten Absicherungen variabel gestaltet sein und sowohl Gestaltungsspielraum für die persönliche, berufliche und familiäre Entwicklung bieten, als auch die finanziellen Aspekte einer Versorgungslücke im Alter ausgleichen können. Dies ist nicht gleichbedeutend mit dem Abschluß einer Rentenversicherung, da die eigentliche Höhe von Versorgungslücken abhängig ist von dem Eintrittszeitpunkt der Dienstunfähigkeit. Aus diesem Sachverhalt heraus ergibt sich auch die Notwendigkeit einer Dynamisierung innerhalb der angebotenen Gesamtabsicherung. Die Bewertung einer Berufsunfähigkeitsversicherung über ein aktuelles Rating ist schwierig. Die dort aufgeführten Kriterien können nur hilfreich sein, wenn es um die Empfehlung einer Versicherung für Nichtbeamte geht oder Ihnen bei der Verweisungsproblematik helfen. Hinzu kommt, daß diese Rating auch im Bereich der Berufsunfähigkeit nicht allein das Bedingungswerk als Bewertungsgrundlage haben. Sie benötigen als Beamter oder Beamtin eine echte und dauerhafte Beamtenklausel sowie als optimale Ergänzung ebenfalls ein, für eine reine Berufsunfähigkeit geltendes, gutes Bedingungswerk. Es besteht ja auch die Möglichkeit eines späteren Berufswechsels ohne bereits eingetretene Berufsunfähigkeit, aus welchen Gründen auch immer. Damit hätten vorhandene Verweisungsklauseln innerhalb des Bedingungswerkes eine massgebliche Rolle bei der qualitativen Bewertung dieser Absicherung.

I. Bewertungsebene

- Beamtenversorgung (Versorgungsleistungen bei eingetretener Dienstunfähigkeit)
Insbesondere junge Beamte sowie Beamte auf Widerruf und Probe haben in den ersten 5 Dienstjahren nicht nur keinen Anspruch auf Ruhegehalt sondern es ergibt sich nach diesem Zeitrahmen für einige Jahre auch erst ein Mindestanspruch von 35 %. Bei Berufsunfähigkeit wird die Versorgung seit 01. Juli 1997 nur noch aus der tatsächlich erreichten Stufe des Grundgehaltes berechnet, während zuvor in der Regel die Endstufe zugrunde gelegt wurde, nämlich die Stufe, die der Beamte fiktiv hätte erreichen können. Nur noch bei Dienstunfähigkeit infolge eines Dienstunfalls wurde die Berechnungsgrundlage nicht geändert.

- Zurechnungszeiten
Ist der Beamte vor Vollendung des 60. Lebensjahres wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand getreten, wird die Zeit vom Eintritt in den Ruhestand bis zum Ablauf des Monats der Vollendung des 60. Lebensjahres, soweit diese nicht nach anderen Vorschriften als ruhegehaltfähig berücksichtigt wird, für die Berechnung des Ruhegehalts der ruhegehaltfähigen Dienstzeit zu zwei Dritteln hinzugerechnet (Zurechnungszeit).

- Versorgungsabschlag
Es vermindert sich das Ruhegehalt seit 2001 um 3,6 % für jedes Jahr, um das der Beamte vor Ablauf des Monats, in dem er das 63. Lebensjahr vollendet, wegen Dienstunfähigkeit, die nicht auf einem Dienstunfall beruht, in den Ruhestand versetzt wird; die Minderung des Ruhegehaltes wurde auf 10,8 % begrenzt.

- Dynamisierung
Eine einzubindende Dynamisierung sollte einerseits die Möglichkeit geben das Vertragswerk in Höhe und damit Leistung (reale Kaufkraft) zu steigern, beizubehalten oder durch Nichtnutzung langfristig zu senken, da die berufliche Entwicklung, unabhängig von den Versorgungsleistungen des Dienstherrn, nicht abzusehen ist. Die zweite Funktion der Dynamisierung sollte zu einer weitergehenden Steigerung der Auszahlungsleistung innerhalb der abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte am Ende der Vertragslaufzeit (Eintritt in den Ruhestand) führen, um die nun maßgeblichen finanziellen reduzierten Ruhegehaltsbezüge auszugleichen.

II. Bewertungsebene

- Bedingungswerk (Beamtenklausel)
Das Bedingungswerk ist auf eine echte und dauerhafte, für Richter auch vollständige Beamtenklausel zu prüfen. Zeitliche Einschränkungen der Leistung oder andere Beamtenklauseln können auch die allgemeine Dienstunfähigkeit weiteren Verweisungsklauseln öffnen. Nur diese Absicherung sichert, daß kein med. Nachprüfungsrecht des Versicherers besteht. Ein zweiter med. Nachweis ist somit zur Prüfung der 50 % Grenze sowie der eingentlichen Diagnose nicht relevant. Maßgeblich ist die Entlassungsurkunde in den Ruhestand.

- Bedingungswerk (Verweisungen)
Da auch bei Beamten die Möglichkeit eines späteren Berufswechsels, ohne bereits eingetretene Berufsunfähigkeit, besteht ist daß Bedingungswerk ebenfalls auf entsprechend relevante Verweisungen zu prüfen. Hinzu kommt die Maßgeblichkeit von Verweisungen bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Beamtenklausel bzw. unechter Beamtenklausel.

- Bedingungswerk (Gesundheitsprüfung)
Die Fragen innerhalb der vor Vertragsabschluß vorgelegten Gesundheitsformulare sollten präzise beantwortet werden. Nicht vom Versicherer angefragte Angaben sollten auch nicht eingereicht werden. Eine anonyme Risikoprüfung ist bei vielen Versicherern möglich und sollte genutzt werden.

III. Bewertungsebene

- Verzicht auf Überprüfung der Dienstunfähigkeit (echte Beamtenklausel)
“Ist in den Versicherungsbedingungen einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung vorgesehen, dass auch dann Berufsunfähigkeit vorliegt, wenn der Beamte vor Erreichen der gesetzlich vorgeschriebenen Altersgrenze infolge seines Gesundheitszustands wegen Dienstunfähigkeit entlassen oder in den Ruhestand versetzt wird, muss der normale Versicherungsnehmer diese Beamtenklausel so verstehen, dass die Versicherung auf eine eigene Überprüfung der Dienstunfähigkeit verzichtet und an die seitens des Dienstherrn gewonnene Beurteilung anknüpft.”
Oberlandesgericht Düsseldorf (Urteil vom 14.11.2000, Az.: 4 U 216/99).

“Der Versicherer ist zur Leistung aus einer BUZ-Versicherung mit einer Beamtenklausel verpflichtet, wenn ein beamteter Feuerwehrmann aus gesundheitlichen Gründen wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wird.”
Oberlandesgericht Düsseldorf (Urteil vom 10.06.2003, Az.: I-4 U 186/02).

IV. Bewertungsebene

- Prüfung der Beamtenklauseln von Wettbewerbern ob trotzdem

1. Ein med. Nachprüfungsrecht des Versicherers besteht
2. Eine beschränkte Dienstunfähigkeitsklausel vorliegt
3. Eine zeitlich befristete Anerkennung der Dienstunfähigkeit vorliegt

Folgende Formulierungen innerhalb von Beamtenklauseln weisen darauf hin:
aufgrund eines amtsärztlichen Zeugnisses…
ausschließlich wegen eines körperlichen Gebrechens oder…
ausschließlich wegen medizinisch festgestellter allgemeiner Dienstunfähigkeit in den Ruhestand…
ausschließlich infolge seines Gesundheitszustandes wegen Dienstunfähigkeit…
sofern keine besonderen beruflichen oder gesundheitlichen Risiken vorliegen…
ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als vollständige Berufsunfähigkeit…
infolge seines Gesundheitszustandes…
bei Entlassung wegen Dienstunfähigkeit gilt dies längstens für einen Zeitraum von 24 Monaten…
infolge eines körperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche ihrer körperlichen oder geistigen…
allein aus gesundheitlichen Gründen…

 

Welche weiteren Aspekte sollte ein qualifiziertes Angebot enthalten?

Wie bereits erwähnt liegt die Verantwortung für den rechtzeitigen Abschluß einer qualitativ hochwertigen Absicherung im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte in der eigenen Verantwortung der Betroffenen. Aus diesem Grund ist innerhalb des Bedingungswerkes immer auf eine echte Beamtenklausel als Grundlage für eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung zu achten.

Ein weiterer Aspekt ist jedoch auch der mögliche berufliche Wechsel in andere Tätigkeitsbereiche außerhalb der beamtenrechtlichen Laufbahn, nach Abschluß einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Die berufliche, persönliche oder familiäre Entwicklung kann somit eine Änderung des beruflichen Status beinhalten. In diesem Fall würde innerhalb des Bedingungswerkes der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht mehr bezug genommen werden auf die Formulierungen der enthaltenen echten Beamtenklausel – soweit vorhanden – sondern auf Formulierungen im Fall einer Berufsunfähigkeit. Auch hier gibt es erhebliche Unterschiede in der Qualität der einzelnen Anbieter am Markt. Unabhängig von der derzeitigen beruflichen Vorstellungen sollte auch dieser Aspekt beim Abschluß einer guten Berufsunfähigkeitsabsicherung für Beamte Beachtung bei der Auswahl des Anbieters und des persönlich notwendigen Produktes finden.

Die kundenfreundlichste Regelung der konkreten und absoluten Nichtverweisung i.V.m. einer echten, dauerhaften und vollständigen Beamtenklausel bietet wohl außer der danv als Spezialanbieter kein weiterer Mitbewerber an.

Die Abstimmung des Gesamtangebotes sollte eine Laufzeit beinhalten, welche keine weiteren Versorgungslücken in bezug auf den frühestmöglichen Eintritt bzw. gewünschten Eintritt in den Ruhestand entstehen läßt. Das Kriterium der Laufzeit beinhaltet gleichzeitig einen ökonomischen Aspekt, da entsprechende Verträge mit zu langen Laufzeiten über den monatlichen Beitrag entsprechende Finanzmittel aus dem persönlichen Bereich langfristig abziehen.

Die variablen Aspekte einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte sollte ebenfalls die Möglichkeit beinhalten, unter bestimmten Bedingungen, eine Nachversicherung des bestehenden Vertrages vorzunehmen und damit eine Anpassung der bereits bestehenden Absicherung an die aktuelle persönliche Situation zu ermöglichen. Hierzu gehört z.B. auch die mögliche Teilreduzierung der Gesamtabsicherung.

Die Höhe der benötigten Versorgungslücke soll sich an persönliche Einkommensgrößen richten und die mögliche finanzielle Versorgung des Beamten über den Dienstherrn bei eingetretener Dienstunfähigkeit mit berücksichtigen. Insofern sind die meisten Dienstunfähigkeitsversicherungen nicht so hoch anzusetzen wie die meisten Beamten vermuten, da die Versorgungsleistungen des Dienstherrn die eigentliche Versorgungslücke reduzieren.

Da die Versorgungsleistungen des Dienstherrn zwar bei andauernder Dienstunfähigkeit steigen muß hier auf den realen Kaufkraftzuwachs aufmerksam gemacht werden. Da dieser durch den Inflasionssatz gebremst wird ist ebenfalls eine entsprechende Dynamik in den Vertrag einzubinden. Ebenfalls kann eine entsprechend schnelle Karriere auch in der Beamtenlaufbahn zu einer höheren Versorgungslücke führen, welche durch eine dynamische Anpassung in dem dann bereits bestehenden Vertrag ausgeglichen werden kann. Ein weiterer Aspekt für die Dynamisierung ist der Ausgleich von Versorgungslücken bei eingetretener Dienstunfähigkeit im Ruhegehalt. Die entsprechend möglichen Zurechnungszeiten ergeben diese Versorgungslücken zwangsläufig. Ein Ausgleich ist notwendig und sollte über die Vertragsgestaltung besprochen werden. Die Dynamisierung kann ebenfalls den Versorgungsabschlag ausgleichen, welcher bei dem gewünschten Übergang von der Dienstunfähigkeit in den Ruhestand entstehen kann.

  •  -       Finanzielle Absicherung auch für die Familie
  • -       Versicherungsleistung gem. Beamtenklausel
  • -       Beitragsbefreiung während der Dauer der Dienstunfähigkeit und voller Leistungsumfang
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